Aufstiegs-BAföG (AFBG)

Was ist Aufstiegs-BAföG?

Aufstiegs-BAföG ist die landläufige Bezeichnung für die Finanzierungshilfen nach dem Aufstiegsbildungsförderungsgesetz (AFBG). Es soll Nachwuchskräfte unterstützen, die sich auf einen Fortbildungsabschluss vorbereiten und während dieser Zeit in Ihrem Beruf ausfallen. Wenn Sie Handwerker, Techniker oder sonstige Fachkraft sind und sich zum Handwerks- oder Industriemeister, Fachkaufmann oder Betriebswirt weiterqualifizieren wollen, können Sie das Aufstiegs-BAföG beantragen. Das gilt auch für die Meisterkurse der HandWERK gGmbH.

Welche Leistungen kann ich bekommen?

Bei Vollzeit- und Teilzeitlehrgängen:

  • Prüfungs- und Lehrgangsgebühren bis zu 10.226 Euro
  • Kosten für das Meisterstück bis zu 1534 Euro

Nur bei Vollzeit-Lehrgängen:

  • Geld für Ihren Lebensunterhalt während eines Meisterkurses in Vollzeit. Die Höhe hängt von Ihrem Einkommen und Vermögen – und gegebenenfalls Ihres Partners - ab. Maximal beträgt die Förderung 697 Euro monatlich für eine alleinstehende Person. Sie erhöht sich je nachdem, ob Sie Kinder haben oder verheiratet sind.
  • Kinderbetreuungskosten in Höhe von 113 Euro monatlich, wenn Sie alleinerziehend sind

 

Unter welchen Voraussetzungen kann ich Aufstiegs-BAföG erhalten?

Wenn …

  • Sie eine Abschlussprüfung abgelegt haben, die nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung anerkannt ist (zum Beispiel eine Gesellenprüfung)
  • der Abschluss, auf den Sie sich vorbereiten, rechtlich geregelt ist
  • und über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- oder Gehilfenprüfung oder eines Berufsschulabschlusses liegt
  • die Bildungsmaßnahme, die Sie anstreben, mindestens 400 Unterrichtsstunden umfasst
  • und in Vollzeit nicht länger als drei und in Teilzeit nicht länger als vier Jahre dauert
  • wenn Sie noch nicht über eine berufliche Qualifikation verfügen, die dem angestrebten Fortbildungsabschluss mindestens gleichwertig ist (zum Beispiel ein Hochschulabschluss)
  • wenn Sie die deutsche Staatsbürgerschaft oder eines Mitgliedstaates der Europäischen Union haben. Oder wenn Sie ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben und über einen bestimmten Aufenthaltstitel verfügen, beziehungsweise drei Jahre lang rechtmäßig in Deutschland gelebt und gearbeitet haben. Hierzu zählt auch eine Berufsausbildung.
  • Eine Altersbeschränkung für das Aufstiegs-BAföG besteht NICHT.

 

Wann muss ich das Aufstiegs-BAföG zurückzahlen?

Einen Teil des Aufstiegs-BAföG bekommen Sie als staatlichen Zuschuss – diesen Betrag müssen Sie nicht zurückbezahlen. Wenn Sie Aufstiegs-BAföG für Ihren Lebensunterhalt bekommen, laufen 50 Prozent davon als Zuschuss; beim Aufstiegs-BAföG für die Lehrgangsgebühren sind es 40 Prozent.

Den restlichen Betrag bekommen Sie als zinsgünstiges Darlehen. Für dieses müssen Sie bis zu sechs Jahren nach der Meisterprüfung keine Zinsen bezahlen. Wenn Sie Aufstiegs-BAföG für die Erstellung Ihres Prüfungsstück bekommen, ist dies in jedem Fall ein zinsgünstiges Bankdarlehen.

Wenn Sie sich nach der Meisterprüfung als Handwerker selbständig machen, profitieren Sie besonders vom Aufstiegs-BAföG: Denn unter bestimmten Voraussetzungen werden Ihnen bis zu 66 Prozent des Darlehens-Anteils für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie

  • innerhalb von drei Jahren nach der Meisterprüfung einen Betrieb gründen,
  • diesen mindestens ein Jahr lang führen,
  • spätestens drei Jahre nach der Existenzgründung länger als vier Monate mindestens zwei sozialversicherungspflichtige Angestellte haben, von denen einer nicht geringfügig beschäftigt ist,
  • wenn Sie spätestens zwei Jahre nach der Existenzgründung einen Auszubildenden einstellen und das Ausbildungsverhältnis mindestens zwölf Monate besteht

 

Wo finde ich mehr Information und Beratung zum Aufstiegs-BAföG?

Auf http://www.aufstiegs-bafoeg.de und im HandWERK Bremen

Ansprechpartner

Kathrin Gebhardt
Service Weiterbildung (Meisterkurse, Fachlehrgänge)
Tel. +49 (0)421 222 744 422
Fax +49 (0)421 222 744 495